|
|
|
|
|
Gastredner zu GESELLSCHAFT & KULTUR |
|
|
| |
Sprachen
deutsch, französisch
|
Alice Schwarzer
Alice Schwarzer gilt seit Mitte der 1970er Jahre im deutschsprachigen Raum als die Verkörperung des engagierten Feminismus und ist Symbol für Emanzipation. Seit nunmehr 30 Jahren ist sie die Herausgeberin der Zeitschrift EMMA.
Als uneheliches Kind geboren, wächst Alice Schwarzer (Jahrgang 1942) bei ihren Großeltern auf und absolviert zunächst eine kaufmännische Lehre. Mitte der 1960er Jahre arbeitet sie in Paris und studiert die französische Sprache, ehe sie als Volontärin und Redakteurin bei den Düsseldorfer Nachrichten anheuert. Für ein Jahr wechselt sie zu Pardon und geht 1970 als freie Korrespondentin nach Paris. Gleichzeitig studiert sie dort Soziologie und Psychologie und engagiert sich sowohl in Frankreich als auch in Deutschland in der Frauenbewegung, u.a. bekennt sie sich öffentlich zur Abtreibung und kämpft gegen den § 218.
Nach ihrer Rückkehr nach Deutschland nimmt sie einen Lehrauftrag an der soziologischen Fakultät der Universität Münster an und arbeitet bis 1976 als freie Autorin in Berlin. Der breiten Öffentlichkeit wird sie 1975 bekannt durch ein Fernsehinterview mit Esther Vilar über deren Buch „Der dressierte Mann“. Im selben Jahr gibt sie zum ersten Mal den „Frauenkalender“ heraus und veröffentlicht ihr Buch „Der kleine Unterschied und seine großen Folgen“.
1977 erscheint die erste Ausgabe von EMMA, einer feministischen Zeitschrift von Frauen für Frauen, die regelmäßig von 120.000 Menschen gelesen wird. Seit der Umstellung auf zweimonatliches Erscheinen im Jahr 1993 schreibt sie wieder vermehrt Bücher, darunter Biografien über Petra Kelly, Gerd Bastian und Marion Dönhoff.
Eine Zeit lang moderiert sie im Fernsehen die Talkshow „Zeil um Zehn“ und ist selbst immer wieder Gast bei TV-Diskussionsrunden. Heutzutage kritisiert sie insbesondere den geringen Anteil von Frauen in Führungspositionen sowie den Druck der Medien, Werbung und Mode auf die Frauen, lebenslang jung und attraktiv zu sein.
Seit 1983 ist sie die Vorstandsvorsitzende der von ihr selbst gegründeten gemeinnützigen Stiftung FrauenMediaTurm.
Bücherliste (Auszug)
Liebe Alice, liebe Barbara (2005) Alice im Männerland – Eine Zwischenbilanz (2002) Die Gotteskrieger – und die falsche Toleranz (2002) Man wird nicht als Frau geboren (2000) Der große Unterschied – Gegen die Spaltung von Menschen in Männer und Frauen (2000) Romy Schneider – Mythos und Leben (1998) PorNO (1994) Eine tödliche Liebe – Petra Kelly und Gerd Bastian (1993) Von Liebe + Hass (1992) Krieg – Was Männerwahn anrichtet – und wie Frauen Widerstand leisten (1991) Auf Kosten der Frauen. Frauenrechte im Sozialstaat (1988)
Weg mit dem § 218! (1986) Simone de Beauvoir heute – Gespräche aus 10 Jahren (1982)
Bild: Copyright Alice Schwarzer
|
|
| |
TOP  |
|
| |
|
|
| |
|
|
|