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Ines Papert

Obgleich ihr bereits bei ihrer ersten Tour an einem Wasserfall im Gasteiner Tal ihr auf seine Weise die dunkle Seite des Eiskletterns gezeigt wird, ist Ines Papert nicht mehr aufzuhalten. Ihr erster Berg gibt ihr mit klirrender Kälte, herabstürzenden Eisteilen, einer schmerzenden blutenden Nase und tauben Fingern eine kleine Palette natürlicher Widrigkeiten („Ich fand es schrecklich“).

Seit 1997 besteigt sie eine Vielzahl von Bergen in den Anden sowie in ihrer Heimatregion Berchtesgaden. Bei ihrer ersten Teilnahme an einem Eiskletter-Weltcup in Saas Fee / Schweiz steht sie im Jahr 2000 auf Anhieb auf dem Silbertreppchen.

2001 gewinnt sie ihren ersten Gesamtweltcup im Eisklettern mit fünf Wettbewerben. Neben ihren vielen Klettertouren im achten und neunten Schwierigkeitsgrad, die sie 2002 sowohl in Berchtesgaden als auch in den kanadischen Rockys klettert, setzt sich ihre erfolgreiche Wettkampfserie fort. Sieg bei der Eiskletterer-WM im Pitztal in den Disziplinen Difficulty und Speed und der 2. Platz im Gesamtweltcup im Eisklettern schlagen in diesem Jahr zu Buche. 2003 wird für sie neben dem Sieg im Gesamtweltcup im Eisklettern zum Jahr der persönlichen Rekorde. Gemeinsam mit ihrem Lebenspartner Hansi Lochner schafft sie die erste Rotpunktbegehung der Eiger-Nordwand in der Route „Symphonie de Liberté“ an nur einem Tag. Diese gilt als die derzeit schwerste Route der Nordwand. Mit der Begehung der legendären „Mission Impossible“ in Italien/Courmajeur, die als die schwierigste Route der Welt gehandelt wird, ist sie die erste Frau, die den Schwierigkeitsgrad M 11 klettert. 2004 gewinnt Ines Papert in Ouray/USA das Ice Climbing Festival Mixed der Damen und die WM in Saas Fee / Schweiz. 2005 holt sie sich dann wiederum in Ouray den Gesamtsieg beim Ice Climbing Festival, den 2. Platz bei der WM in Saas Fee und jeweils den Sieg in der EM und der WM in Italien. So schnell, so elegant und so gut wie Ines Papert ist keine andere Frau beim Eisklettern.

In ihren Vorträgen zu einem aufregenden Leben belegt sie auch ihre Einstellung: „... Frauen sind nicht das schwächere Geschlecht – nicht im Gebirge und erst recht nicht beim Klettern.“

Aus den Bergen hat sich Ines Papert auch ihr Lebensmotto mitgebracht

„Gleich wieder nach oben schauen und nicht an einen Sturz denken!“


Bild: Copyright Ines Papert





 
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