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Prof. Dr. Thomas Straubhaar
Prof. Dr. Thomas Straubhaar (Jahrgang 1957) ist seit 2005 Direktor des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI) und lehrt an der Universität Hamburg Volkswirtschaftslehre.
Nach der Promotion im Fach Volkswirtschaftslehre an seiner Heimatuniversität Bern, geht Thomas Straubhaar für zwei Jahre als Postdoctoral Fellow an die Universität Berkeley/Kalifornien und habilitiert sich anschließend an der Uni Bern. Es folgen verschiedene Lehraufträge, ehe er 1992 dem Ruf an die Hochschule der Bundeswehr in Hamburg folgt. Im Jahr 1999 wechselt er an die Universität Hamburg und wird im selben Jahr zum Präsidenten des HWWA -eines der fünf führenden deutschen Wirtschaftsinstitute- berufen. Dieses Amt hat er bis 2006 inne. Im Jahr 2005 wird er Direktor des damals neu gegründeten Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI).
Straubhaar engagiert sich auch in Wirtschaft und Politik. So ist in den Jahren 1986-1987 als Berater der EU-Kommission für Migration und Arbeitsmarkt tätig und von 1992-1995 als externer volkswirtschaftlicher Berater der Schweizerischen Bankgesellschaft (UBS).
Seit 2005 ist er Policy Fellow am Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit und seit 2008 Mitglied des Sachverständigenrates deutscher Stiftung für Integration und Migration. Von Februar bis August 2010 ist er zudem Helmut Schmidt Fellow an der Transatlantic Academy in Washington DC.
Seine Erwartungen an die Politik sind sehr anspruchsvoll, allerdings zeigt er für seine aufgestellten Forderungen auch selbst alternative Lösungswege auf. Offen klagt er über die zu große Macht verschiedener Interessengruppen in unserem Land und wünscht sich mehr Glaubwürdigkeit und klare Strategien, die notfalls auch gegen die eigene Klientel durchgesetzt werden. Das Regulieren einzelner Stellschrauben reicht ihm nicht, vielmehr verlangt er strukturelle Änderungen des Arbeitsmarktes.
Andererseits warnt er vor zu großen Erwartungen seitens der Bevölkerung, was unsere sozialen Sicherungssysteme anbelangt: das erforderliche zweifache Wachstum der Wirtschaft und der Bevölkerung gibt es nicht mehr. Somit stehen wir vor völlig neuen Herausforderungen im Rahmen der Altersvorsorge. Gleiches gilt für die Ressource Bildung: zu lange ist seiner Meinung nach in diesem Bereich nicht mehr hinreichend investiert worden, auch hier muss möglichst schnell ein Prozess des Umdenkens in Gang gebracht werden.
Durch regelmäßige Veröffentlichungen in der Fachpresse, u.a. im Handelsblatt und in Markt und Mittelstand sowie durch zahlreiche Fernsehauftritte ist Straubhaar einem breiten Publikum bekannt.
Er versteht es, komplizierte wirtschaftspolitische Sachverhalte verständlich zu formulieren. Als exzellenter und packender Rhetoriker tritt er sehr engagiert für seine Thesen ein. Mit zahlreichen eindrucksvollen Beispielen belegt er diese. Auch in großer Diskussionsrunde scheut er sich nicht, seine Ansichten fundiert und kompetent zu verteidigen.
Veröffentlichungen (Auszug):
• Die gefühlte Ungerechtigkeit: Warum wir Ungleichheit aushalten müssen, wenn wir Freiheit wollen (2009)
• Herausforderungen der Globalisierung (2003)
• Migration im 21. Jahrhundert (2002)
• Perspektiven der Sozialen Marktwirtschaft (1998)
• Reform des Bildungswesens (1992)
Bild: Copyright Thomas Staubhaar
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