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Gastredner zu UMWELT & ENERGIE |
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Themen
Solarenergie: Ein Weg aus der Klimakatastrophe
Deutschlands Verantwortung für seine Elite
Sprachen
deutsch, englisch
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Prof. Dr. Eicke Weber
Prof. Dr. Eicke Weber ist - nach 23 Jahren Lehre und Forschung an der University of California, Berkeley - seit Juli 2006 Leiter des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE), des größten Solarinstituts Europas in Freiburg im Breisgau. Gleichzeitig mit der Institutsleitung übernimmt er den Lehrstuhl für Angewandte Physik, Solarenergie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.
Ein Forschungsschwerpunkt des international renommierten Fotovoltaik-Experten liegt in der Nutzbarmachung von sog. schmutzigem Silizium und seinem Einsatz in industriellem Maßstab. Durch den Verzicht auf das sehr teure hochreine Silizium, so Weber, könne die Solarbranche weltweit einen gewaltigen Satz nach vorne machen. Als Leiter des ISE sitzt Eicke Weber an einer Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft und nimmt eine Schlüsselposition ein, wenn es um die Zukunftsfähigheit der Hightech-Industriegesellschaften geht: Nach der Studie einer führenden Unternehmensberatung wird die deutsche Umwelttechnologiebranche im Jahr 2020 ein höheres Umsatzvolumen erwirtschaften als die Autoindustrie.
Weber beginnt seine wissenschaftliche Laufbahn mit dem Studium der Physik in Köln, wo er 1976 promoviert. Nach Forschungsaufenthalten an der State University of New York, Albany, und der Universität Lund, Schweden, habilitiert er sich 1983 in Köln mit einer bis heute grundlegenden Arbeit zu Übergangsmetallen in Silizium. Noch im selben Jahr folgt er einem Ruf der Berkeley-Universität nach Kalifornien an das Department of Material Sciene and Engineering, wo er bis zu seinem Wechsel nach Freiburg als Professor für Materialwissenschaften und inter-disziplinärer Ordinarius für Nano-Wissenschaften und -Ingenieurwesen forscht und lehrt.
Die aktive Kandidatensuche der US-Universitäten, so erinnert sich der Spitzenwissenschaftler, war für ihn etwas ganz Neues. „Die jungen Deutschen werden zwar von Organisationen in die USA geschickt, aber hinterher kümmert sich niemand mehr um den viel versprechenden Nachwuchs.“ 2003 gründet Eicke Weber deshalb in San Fransisco die German Scholars Organization (GSO), deren Ziel es ist, die Abwanderung der Besten aus Deutschland zu stoppen. Einmal im Jahr organisiert die GSO Treffen, auf denen die deutschen Nachwuchswissenschaftler in den USA mit deutschen Unternehmen, Universitäten und Organisationen ins Gespräch kommen: „Brain gain“ statt „Brain drain“ also.
Eicke Weber, Träger zahlreicher Preise, Autor und Herausgeber vielbeachteter Bücher und Aufsätze und international gefragter Gastredner, überzeugt durch seinen Enthusiasmus und seinen Glauben, dass sich durch persönlichen Einsatz immer etwas Positives erreichen lässt. Seine optimistische Grundhaltung gibt seinen Zuhörern unschätzbar Wertvolles mit auf den Weg: das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten.
Publikationen (Auswahl aus über 570 Publikationen):
- E.R. Weber, Understanding Defects in Semiconductors as Key to Advancing Device Technology, 2003
- E. Weber (and others), Room-Temperature Ultraviolet Nanowire Nanolasers, 2001.
- E.R.Weber (and others), Out-Diffusion and Precipitation of Copper in Silicon: an Electrostatic Model, 2000
- E.R.Weber (and others), Intrinsic Diffusion Coefficient of Interstitial Copper in Silicon, 1998
Bild: Copyright Eicke Weber
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