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Gastredner zu UMWELT & ENERGIE |
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Themen
Die Erde in 100 Jahren
Klimawandel und Gegenmaßnahmen
Sprachen
deutsch, englisch
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Prof. Dr. Hans-Joachim Schellnhuber
Prof. Dr. Hans Joachim Schellnhuber, Jahrgang 1950, ist Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung.
Hans Joachim Schellnhuber studiert Physik und Mathematik an der Universität Regensburg. Seiner Doktorarbeit in der Theoretischen Physik folgen internationale Forschungsaufenthalte, u.a. an der University of California, Santa Barbara, und seine Habilitation 1985. Nach einem Heisenberg-Stipendium wird er 1989 Professor am Institut für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM) der Universität Oldenburg, das er später als Direktor leitet. 1991 übernimmt er als Gründungsdirektor die Leitung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). Von 2001 an forciert er als wissenschaftlicher Direktor den Aufbau des Tyndall Centre für Climate Change Research in Norwich, Großbritannien.
Prof. Schellnhuber ist Vorsitzender der Wissenschaftlichen Beratungsgruppe für das Global Change-Segment des 6. Forschungsrahmenprogramms der EU, und darüber hinaus in leitender bzw. gutachterlicher Funktion für zahlreiche internationale Programme tätig. Seit 1992 ist Schellnhuber Mitglied des Wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung für Globale Umweltveränderungen, seit 2009 Vorsitzender dieses Gremiums. Seit 2005 ist er Mitglied in der US-amerikanischen National Academy of Sciences, eine der führenden Wissenschaftsakademien der Welt.
Die britische Königin ernennt Schellnhuber 2004 zum Honorary Commander of the Most Excellent Order of the British Empire und ehrt ihn damit für sein großes Engagement in der Klimaforschung und deutsch-britischen Zusammenarbeit, die er in einem Netzwerk der beiden Staaten als Kern einer gesamteuropäischen Aktivität vorantreibt.
Hans Joachim Schellnhuber ist ein Pionier der integrativen Forschung, der sich nicht scheut, sein Wissen um die komplexen Risiken der globalen Erwärmung in die Öffentlichkeit und Politik zu tragen, um eine Wende in der Klimapolitik herbeizuführen.
Schellnhuber sagt von sich selber, dass er „kein Gutmensch“ sei, und eigentlich kein ökologisch motiviertes Sendungsbewusstsein habe. Aber er warnt vor den Folgen einer weiteren globalen Erwärmung, weil ein fortschreitender, von Menschen verursachter Klimawandel die Qualität des menschlichen Lebens auf der Erde erheblich vermindern würde. Seine Forschungsergebnisse veröffentlicht er als Autor und als Mitherausgeber zahlreicher wissenschaftlicher Zeitschriften, und er ist ein sehr gefragter Kommentator in Printmedien und TV-Auftritten.
Publikationen (Auswahl):
Einblick ins Treibhaus. Monographie mit 22 Beiträgen zur deutschen Klimawirkungsforschung, 1993
Schellnhuber, H.-J. & Sterr, H., Klimawirkungsforschung: eine neue nationale Aufgabe im Kontext des globalen Wandels, 1991
Bild: Copyright Joachim Schallnhuber
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