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Reaktionen auf die Energiekrise

23Jun
Die Energiesorgen in Deutschland wachsen angesichts des stockenden Gasflusses aus Russland. Aufgrund des Krieges in der Ukraine hält Bundespräsident Steinmeier „härtere Zeiten“ in Deutschland für möglich und Ökonomen befürchten aufgrund der Energiekrise eine schwere Rezession im Winter. So sieht Jens Südekum, Regierungsberater und Professor für Internationale Volkswirtschaftslehre an der Heinrich-Hein-Universität Düsseldorf, in der Ausrufung der Alarmstufe durch Wirtschaftsminister Habeck das klare Zeichen, dass die Lage auf dem Gasmarkt bedrohlich sei.

Zahlreiche unserer Redner und Experten haben sich in den vergangenen Tagen zur aktuellen Lage in den Medien zu Wort gemeldet und ihre Einschätzung geteilt.

Unser Redner Clemens Fuest beispielsweise mahnt in der Debatte um eine sichere Energieversorgung, alle Möglichkeiten im Blick zu behalten und auf keine Option zu verzichten, die die Energieversorgung verbessern könnte. Der Ifo-Präsident spricht sich dafür aus, bedürftige Bürger zu unterstützen, sollten die Gaspreise weiter steigen. Und auch den Weiterbetrieb der deutschen AKW sieht er als Option.
Mit Lars Feld spricht sich ein weiterer führender Ökonom Deutschlands für den Weiterbetrieb der noch verbliebenen drei Atomkraftwerke in Deutschland aus. Gegenüber dem Handelsblatt sagte unser Redner, dass es nicht darum gehe, den Atomausstieg zu revidieren, sondern der Energiewirtschaft angesichts der aktuellen Lage, eine Perspektive von fünf Jahren zu geben.

Die Energie-Ökonomin Claudia Kemfert hält es als Reaktion auf die Energiekrise infolge des Krieges in der Ukraine jedoch für unrealistisch die Laufzeit der Atomkraftwerke zu verlängern. Wir hätten schließlich kein Stromproblem, sondern ein Wärmeproblem, sagte unsere Rednerin gegenüber RTL. Deshalb solle man besser über Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung sprechen.

Unterdessen rechnet unser Redner Marcel Fratzscher hierzulande mit Inflationsraten von bis zu zehn Prozent, sollte es zu einem Embargo gegen russisches Öl und Gas kommen. In seiner ZEIT-Kolumne „Fratzschers Verteilungsfragen“ schreibt der DIW-Präsident, dass der Politik der Mut zur Ehrlichkeit fehle, denn die ökologische Transformation werde nur mit erheblichem Verzicht auf Gewohntes gelingen.

Im Interview mit dem Merkur prophezeit der Wirtschaftswissenschaftler Hans-Werner Sinn Deutschland schwere Jahre. Die Schuld dafür sehe er jedoch nicht nur im Ukraine-Krieg.




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