Martin Schulz

Vorsitzender der Friedrich-Ebert-Stiftung, Präsident des Europäischen Parlaments (2012-2017)

Martin Schulz

Vorsitzender der Friedrich-Ebert-Stiftung, Präsident des Europäischen Parlaments (2012-2017)

Der SPD-Politiker Martin Schulz ist ein wichtiger Vordenker Europas. Mit seinen Ansichten prägte er die Europapolitik seiner Partei und seine Begeisterung für Europa prägte seine politische Karriere. Der polyglotte Politiker spricht fließend Englisch, Niederländisch und Französisch und ist auch im übertragenen Sinn ein „wortmächtiger Europäer“, wie Jürgen Habermas ihn nennt. Nach dem Abitur machte Martin Schulz (*1955) seine Leidenschaft für Bücher zu seinem Beruf und absolvierte eine Lehre als Buchhändler. Nach einigen Jahren im Verlagswesen gründete er 1982 in Würselen seinen eigenen Buchladen, den er 12 Jahre lang leitete. Ab 1974 war Schulz Mitglied der SPD und wurde zehn Jahre später in den Stadtrat von Würselen gewählt. Im Alter von 31 Jahren wurde er Bürgermeister seiner Heimatstadt und damit der jüngste Bürgermeister Nordrhein-Westfalens. Elf Jahre lang hatte Martin Schulz das Amt inne. Von 1994 bis 2017 war der durchsetzungsstarke Politiker Mitglied des EU-Parlaments und arbeitete in diversen Ausschüssen, etwa dem Menschenrechtsausschuss sowie dem Innen- und dem Justizausschuss. Von 2000 bis 2004 fungierte Schulz als Vorsitzender der SPD-Gruppe und im Anschluss daran als Vorsitzender der Sozialdemokratischen Fraktion im Europäischen Parlament. Von 2012 bis 2017 war er der überzeugte Europäer Präsident des Europäischen Parlamentes. Martin Schulz gehörte von 1999 bis 2018 durchgehend dem Bundesvorstand und dem Parteipräsidium der SPD an und war von 2017 bis 2018 SPD-Parteivorsitzender. Zur Bundestagswahl 2017 trat er als Kanzlerkandidat seiner Partei an. Nach der Wahlniederlage der SPD erklärte er seinen Rücktritt vom Amt des SPD-Parteivorsitzenden und gehörte dem Deutschen Bundestag bis 2021 als Abgeordneter an. Seit Dezember 2020 ist Martin Schulz Vorsitzender der Friedrich-Ebert-Stiftung. Martin Schulz hat für sein politisches Engagement in den vergangenen Jahren zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse, das Offizierskreuz der französischen Ehrenlegion, den Karlspreis zu Aachen sowie das Große Verdienstkreuz mit Stern und Schulterband. Darüber hinaus ist er Ehrendoktor der Staatlichen Technischen Universität Kaliningrad, der Istanbul Bilgi Universitesi, der Hebräischen Universität Jerusalem sowie der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe.

Über Martin Schulz

Der SPD-Politiker Martin Schulz ist ein wichtiger Vordenker Europas. Mit seinen Ansichten prägte er die Europapolitik seiner Partei und seine Begeisterung für Europa prägte seine politische Karriere. Der polyglotte Politiker spricht fließend Englisch, Niederländisch und Französisch und ist auch im übertragenen Sinn ein „wortmächtiger Europäer“, wie Jürgen Habermas ihn nennt.

Nach dem Abitur machte Martin Schulz (*1955) seine Leidenschaft für Bücher zu seinem Beruf und absolvierte eine Lehre als Buchhändler. Nach einigen Jahren im Verlagswesen gründete er 1982 in Würselen seinen eigenen Buchladen, den er 12 Jahre lang leitete. Ab 1974 war Schulz Mitglied der SPD und wurde zehn Jahre später in den Stadtrat von Würselen gewählt. Im Alter von 31 Jahren wurde er Bürgermeister seiner Heimatstadt und damit der jüngste Bürgermeister Nordrhein-Westfalens. Elf Jahre lang hatte Martin Schulz das Amt inne.

Von 1994 bis 2017 war der durchsetzungsstarke Politiker Mitglied des EU-Parlaments und arbeitete in diversen Ausschüssen, etwa dem Menschenrechtsausschuss sowie dem Innen- und dem Justizausschuss. Von 2000 bis 2004 fungierte Schulz als Vorsitzender der SPD-Gruppe und im Anschluss daran als Vorsitzender der Sozialdemokratischen Fraktion im Europäischen Parlament. Von 2012 bis 2017 war er der überzeugte Europäer Präsident des Europäischen Parlamentes. Martin Schulz gehörte von 1999 bis 2018 durchgehend dem Bundesvorstand und dem Parteipräsidium der SPD an und war von 2017 bis 2018 SPD-Parteivorsitzender. Zur Bundestagswahl 2017 trat er als Kanzlerkandidat seiner Partei an. Nach der Wahlniederlage der SPD erklärte er seinen Rücktritt vom Amt des SPD-Parteivorsitzenden und gehörte dem Deutschen Bundestag bis 2021 als Abgeordneter an. Seit Dezember 2020 ist Martin Schulz Vorsitzender der Friedrich-Ebert-Stiftung.

Martin Schulz hat für sein politisches Engagement in den vergangenen Jahren zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse, das Offizierskreuz der französischen Ehrenlegion, den Karlspreis zu Aachen sowie das Große Verdienstkreuz mit Stern und Schulterband. Darüber hinaus ist er Ehrendoktor der Staatlichen Technischen Universität Kaliningrad, der Istanbul Bilgi Universitesi, der Hebräischen Universität Jerusalem sowie der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe.


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  • Europa am Wendepunkt: Brexit, Nationalisierung und wie wir die offene Gesellschaft verteidigen
  • Europa und der Zustand unserer Demokratie

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  • Was mir wichtig ist, 2017
  • Der gefesselte Riese: Europas letzte Chance, 2013

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