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Gerhard Roth

Experte zu Verhaltens- und Hirnforschung


Kategorie

Innovation & Zukunft

Themen

Human Resources
Kommunikation
Krisenmanagement
Risiko / Sicherheit
Wissenschaft

Sprachen

deutsch
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Gerhard Roth, Professor für Verhaltensbiologie, genießt weltweit große Anerkennung für sein Expertenwissen in der Neurobiologie. Gleichzeitig ist er dafür bekannt, in seinen zahlreichen Vorträgen komplizierte Inhalte auch für Laien anschaulich und praxisrelevant darstellen zu können.

Nach dem Studium der Philosophie, Musikwissenschaften, Germanistik und Zoologie promoviert Roth in Philosophie und arbeitet als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Kassel in der Arbeitsgruppe Neuroethologie. Seit 1976 lehrt er als Professor für Verhaltensphysiologie im Fachbereich Biologie/Chemie an der Universität Bremen. 1988 lehnt er einen Ruf an den Lehrstuhl für Zoologie in Wien ab und übernimmt stattdessen 1989 an der Universität Bremen die Funktion des Direktors des neu gegründeten Instituts für Hirnforschung.

1997 wird Gerhard Roth zum Gründungsrektor des Hanse-Wirtschaftskollegs in Delmenhorst ernannt. Er ist Sprecher des Sonderforschungsbereichs 517 „Neurokognition", Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und acht Jahre lang Präsident der Studienstiftung des deutschen Volkes. Seit 2009 ist er zudem Geschäftsführer der „Roth GmbH – Applied Neuroscience" Bremen.

Roths Forschungsgebiete umfassen die neurobiologischen Grundlagen der kognitiven und emotionalen Verhaltenssteuerung bei Wirbeltieren, die Entwicklungsneurobiologie sowie die theoretische Neurobiologie und Neurophilosophie. Rund 200 Publikationen verschaffen dem Gehirnforscher Aufmerksamkeit über seinen Fachbereich hinaus. Gerhard Roth vertritt die These, dass es aus Sicht der naturwissenschaftlichen Neurobiologie keinen freien Willen gebe, oder zumindest lasse sich die klassische Vorstellung davon nicht aufrechterhalten. Roth vertritt die Ansicht, dass „die Wirklichkeit" vom Gehirn konstruiert wird.

Roth ist einer der Koordinatoren des Schwerpunktprogramms „Kognition und Gehirn", mit dem die Deutsche Forschungsgemeinschaft Ende der 1990er Jahre versucht, ein disziplinübergreifendes Gespräch zwischen Neurobiologen, Psychologen und Philosophen in Gang zu bringen.

2009 wird Gerhard Roth von der Zeitschrift „Cicero" zum „derzeit einflussreichsten Naturwissenschaftler im deutschsprachigen Raum" erklärt. 2012 erhält Roth für seine ehrenamtliche Tätigkeit im Bildungsbereich das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse.

Themenauswahl

  • Persönlichkeit und Verhaltensänderung - neurobiologische und psychologische Grundlagen
  • Verstand oder Gefühl - wem sollen wir folgen?
  • Persönlichkeit - Entscheidung – Verhalten: Wie das Gehirn unser Handeln bestimmt
  • Entscheiden und Verändern: Der Wandel beginnt im Kopf
  • Warum es so schwierig ist, sich und andere zu ändern
  • Motivation aus Sicht der Hirnforschung
  • Wie beeinflussen Verstand und Gefühle meine Entscheidungen?
  • Vertrauen aus Sicht des Gehirns
  • Die Bedeutung von Kognition, Emotion und Motivation für den Lernerfolg
  • Neurobiology of aggression and criminal violence
  • Willensfreiheit und Schuldfähigkeit

Veröffentlichungen

  • Wie das Gehirn die Seele macht (mit Nicole Strüber), 2014
  • Persönlichkeit, Entscheidung und Verhalten: Warum es so schwierig ist, sich und andere zu ändern, 2012
  • Bildung braucht Persönlichkeit – Wie Lernen gelingt. 2011
  • Wie einzigartig ist der Mensch? Die lange Evolution der Gehirne und des Geistes, 2010
  • Das Gehirn und seine Freiheit, 2006
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