Theo Waigel

Bundesfinanzminister a.D., "Vater des Euro"

Theo Waigel

Bundesfinanzminister a.D., "Vater des Euro"

Dr. Theo Waigel zählt zu den prägenden politischen Persönlichkeiten der jüngeren deutschen Geschichte. Seit den 1980er-Jahren hat er zentrale Weichenstellungen der Bundesrepublik Deutschland und Europas mitgestaltet: als langjähriger Bundesfinanzminister, früherer CSU-Vorsitzender und einer der Architekten der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion. Nach der Promotion 1967 arbeitete Theo Waigel (*1939) zunächst bei der Staatsanwaltschaft in München, bevor er als Referent in das Bayerische Finanz- und später Wirtschaftsministerium wechselte. Politisch war er früh aktiv und trat 1957 der Jungen Union bei, drei Jahre später der CSU. Mit dem Einzug in den Deutschen Bundestag 1972 begann eine drei Jahrzehnte umfassende Parlamentsarbeit, in der er als wirtschaftspolitischer Sprecher der Unionsfraktion, als Chef der CSU-Landesgruppe in Bonn und als Mitglied des Auswärtigen Ausschusses wichtige politische Felder verantwortete. Nach dem Tod von Franz Josef Strauß wählte ihn die Partei mit großer Mehrheit zum Vorsitzenden. Zwischen 1989 und 1998 führte er als Bundesfinanzminister das Ressort, das ihn zu einer Schlüsselfigur der europäischen Integration machte. Seine Rolle bei der Vorbereitung der Währungsunion und die enge Verbindung seines Namens mit der Einführung des Euro prägen sein öffentliches Bild bis heute. Seit seinem Abschied aus der Bundespolitik im Jahr 2002 ist er als Rechtsanwalt in München tätig und übernahm zahlreiche Mandate in Aufsichtsräten und Beiräten. Er beriet unter anderem die Deutsche Vermögensberatung AG, die EnBW, die Risikokapitalgesellschaft Texas Pacific Group und die Brunswick Group. Von 2009 bis 2012 war er Compliance Monitor bei Siemens, wo er im Auftrag US-amerikanischer Behörden die Umsetzung eines umfassenden Anti-Korruptionsprogramms überwachte. 2021 wurde er Vorsitzender der Expertenkommission „Trust in Quality“, mit der der Wirtschaftsprüfer Ernst & Young den Wirecard-Skandal aufarbeitete. Seit 1985 gehört Waigel außerdem dem Gesamtpräsidium der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik an. Für sein jahrzehntelanges politisches Wirken wurde er vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Großen Bundesverdienstkreuz in mehreren Stufen, dem Bayerischen Verdienstorden, der Ehrendoktorwürde der University of South Carolina sowie der Ernennung zum Kommandeur der französischen Ehrenlegion. Seit 2009 ist er Ehrenvorsitzender der CSU. In seinen Publikationen und Vorträgen widmet sich Dr. Theo Waigel Fragen der Wirtschafts- und Finanzpolitik sowie der politischen Verantwortungsethik. Sein Humor gepaart mit der vom politischen Gegner gefürchteten Ironie und sein unterhaltsamer Vortragsstil machen ihn zu einem der gefragtesten Gastredner unserer Zeit.

Über Theo Waigel

Dr. Theo Waigel zählt zu den prägenden politischen Persönlichkeiten der jüngeren deutschen Geschichte. Seit den 1980er-Jahren hat er zentrale Weichenstellungen der Bundesrepublik Deutschland und Europas mitgestaltet: als langjähriger Bundesfinanzminister, früherer CSU-Vorsitzender und einer der Architekten der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion.

Nach der Promotion 1967 arbeitete Theo Waigel (*1939) zunächst bei der Staatsanwaltschaft in München, bevor er als Referent in das Bayerische Finanz- und später Wirtschaftsministerium wechselte. Politisch war er früh aktiv und trat 1957 der Jungen Union bei, drei Jahre später der CSU. Mit dem Einzug in den Deutschen Bundestag 1972 begann eine drei Jahrzehnte umfassende Parlamentsarbeit, in der er als wirtschaftspolitischer Sprecher der Unionsfraktion, als Chef der CSU-Landesgruppe in Bonn und als Mitglied des Auswärtigen Ausschusses wichtige politische Felder verantwortete. Nach dem Tod von Franz Josef Strauß wählte ihn die Partei mit großer Mehrheit zum Vorsitzenden. Zwischen 1989 und 1998 führte er als Bundesfinanzminister das Ressort, das ihn zu einer Schlüsselfigur der europäischen Integration machte. Seine Rolle bei der Vorbereitung der Währungsunion und die enge Verbindung seines Namens mit der Einführung des Euro prägen sein öffentliches Bild bis heute.

Seit seinem Abschied aus der Bundespolitik im Jahr 2002 ist er als Rechtsanwalt in München tätig und übernahm zahlreiche Mandate in Aufsichtsräten und Beiräten. Er beriet unter anderem die Deutsche Vermögensberatung AG, die EnBW, die Risikokapitalgesellschaft Texas Pacific Group und die Brunswick Group. Von 2009 bis 2012 war er Compliance Monitor bei Siemens, wo er im Auftrag US-amerikanischer Behörden die Umsetzung eines umfassenden Anti-Korruptionsprogramms überwachte. 2021 wurde er Vorsitzender der Expertenkommission „Trust in Quality“, mit der der Wirtschaftsprüfer Ernst & Young den Wirecard-Skandal aufarbeitete. Seit 1985 gehört Waigel außerdem dem Gesamtpräsidium der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik an.

Für sein jahrzehntelanges politisches Wirken wurde er vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Großen Bundesverdienstkreuz in mehreren Stufen, dem Bayerischen Verdienstorden, der Ehrendoktorwürde der University of South Carolina sowie der Ernennung zum Kommandeur der französischen Ehrenlegion. Seit 2009 ist er Ehrenvorsitzender der CSU.

In seinen Publikationen und Vorträgen widmet sich Dr. Theo Waigel Fragen der Wirtschafts- und Finanzpolitik sowie der politischen Verantwortungsethik. Sein Humor gepaart mit der vom politischen Gegner gefürchteten Ironie und sein unterhaltsamer Vortragsstil machen ihn zu einem der gefragtesten Gastredner unserer Zeit.

Themenauswahl

  • Europa am Beginn des neuen Jahrtausends
  • EU-Osterweiterung
  • Globalisierung – Chancen und Grenzen
  • Finanzplatz Deutschland / Europa

Veröffentlichungen

  • Ehrlichkeit ist eine Währung - Erinnerungen, 2020
  • Unsere Zukunft heißt Europa. Der Weg zur Wirtschafts- und Währungsunion, 1996